Zeraphine

Running Order Slot:

Das Jahr 2000 war ein trauriges für alle Fans der Dreadful Shadows. Beinahe am Höhepunkt ihrer Karriere angelangt, löste sich die Berliner Gruppe auf und hinterließ ein klaffendes Loch in der gotischen Rockszene.
Doch es dauerte nicht lange und Sven Friedrich und Norman Selbig meldeten sich nach kurzer Trennung mit ihrem neuem Projekt Zeraphine zurück. Mit Manuel Senger (Gitarre), Michael Nepp (Bass) und Marcellus Puhlemann (Schlagzeug) fand man die passende Verstärkung, um das junge Konzept zu komplettieren. 2002 erschien das Debütalbum „Kalte Sonne“, komplett mit emotionalen deutschen Texten, dominiert von Svens markanter Stimme und einer rockigen Attitüde.
Bereits 2003 veröffentlichte die Band das zweite Album „Traumaworld“, welches sich mit einem deutlich rockigeren Background präsentierte. Auch textlich konzentrierte sich Sven wieder mehr auf englische Lyrics. Inzwischen waren auch die Medien auf Zeraphine aufmerksam geworden. Das Video zu „Be My Rain“ rotierte fleißig auf den Musiksendern und bewies einmal mehr, dass Zeraphine längst das Loch gestopft haben, dass die Dreadful Shadows zurück gelassen haben.
Nach einer kurzen Auszeit erschien im März 2004 die Single „New Year’s Day“, eine wunderschöne Neuinterpretation des tragenden U2-Song, gefolgt vom neuen Album „Blind Camera“ im Januar 2005. Das Album unterstrich die logische Weiterentwicklung der Band und begeisterte mit einer wundervollen Symbiose aus deutschen und englischen Texten. Man spielte sich auf allen wichtigen Szenefestivals in die Herzen der Fans und hatte die unschätzbare Ehre beim einzigen Deutschlandkonzert von The Cure im Vorprogramm zu spielen.
Nach ereignisreichen Jahren erschien 2007 das Best-Of Album „Years In Black“, das ein musikalisches Feuerwerk an Emotionen, Wärme und Melancholie darstellt. Mit allen Hits wie beispielsweise „Die Wirklichkeit“, „Be My Rain“ oder „New Year’s Day“ erwartete den Fan eine Sammlung an sanften Klassikern und kraftvollen Tanzflächenfüller.
2010 veröffentlichte die Band ihr mittlerweile 5.Album „Whiteout“. Stilistisch setzten die Berliner den in der Vergangenheit eingeschlagenen Weg fort. Deutlich hört man, welche Musik bzw. welche Künstler ihre Spuren bei den Bandmitgliedern hinterlassen haben. Placebo wäre da ein Name, der genannt werden muss. Natürlich: The Cure. Ein ganz klein wenig HIM. Und wer The Stream aufmerksam hört, wird vielleicht wohlig an das grandiose Disorder von Joy Division erinnert. Das alles sind jedoch nur Nuancen, die hier und da durchblitzen und den ureigenen Alternative Rock von Zeraphine ergänzen.
„Whiteout“ markiert den vorläufigen Höhepunkt einer beachtlichen Karriere, in deren Verlauf Zeraphine in Sachen Alternative Rock nationale Maßstäbe gesetzt haben. Man kommt an dieser Band einfach nicht vorbei, wenn man gut gemachte, ehrliche und sinnvolle Gitarrenmusik sucht.

Zurück zur Übersicht