Luci van Org – Meystersinger

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Ein KNALL, ein DING-DONG und eine Druckwelle unbekannten Ausmaßes – der Rest ist Geschichte.
3 Jahre, unzählige Konzerte, 2 erfolgreiche Crowdfundings und jetzt auch zwei Alben ist es nun schon her, dass 2 absolute Ausnahmestimmen[nbsp] erst zusammen – und dann sogleich gemeinsam in ein Horn stießen. MEYSTERSINGER ward geboren.
Was Luci van Org (Lucilectric, Das Haus von Luci, Üebermutter) und[nbsp] ihr männnlicher Gegenpart Roman Shamov (Rummelsnuff, Weird Fishes) allein durch die Kraft ihres Gesangs zu kreieren vermögen, ist faszinierend: Pure Emotion – so zerbrechlich und verletzlich, dann wieder radikal- brachial. Zwei Seelen, eine Vision: Klanglandschaften in ihren schönsten Formen, Farben und Facetten durch die pure Essenz der Stimmen erklingen zu lassen.
Textlich von einer großartigen, oft sich selbst entlarvenden Tiefe, dass es manchmal weh tut und manchmal auch zu Lachsalven animieren möchte. Es trifft einfach – trotz oft verqueren Humors – den Kern der Sache. Oder der Sachen, die da sind Liebe, Leid, Missverständnis, Tod – die Themenpalette ist mit Sicherheit nicht breiter als die anderer Künstler ähnlicher Profession, aber im wesentlichen empathisch bis in Details hinein ausgefeilt. Die Bilder der Metaphern sind grandios.
Und ohnedies macht es einfach glücklich und mehr als aufmerksam, diesen beiden großartigen Sangestalenten beim Zelebrieren mit einer ungeheuer beeindruckenden, scheinbaren Leichtigkeit zuzuschauen und zuzuhören. Die Stücke gehen tief unter die Haut, versprühen eine gewisse Melancholie und berühren mit sehnsuchtsvoller Intimität. Eine gelungene Symbiose![nbsp]