Fliehende Stürme

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Fliehende Stürme ist die deutsche Wavepunkband schlechthin. Mitte der 80er Jahre aus der ebenfalls legendären Hardcorepunkband CHAOS Z hervorgegangen, führen Fliehende Stürme einerseits die Tradition ihres harten, kompromisslosen Punkstils aus frühen Tagen fort, verwenden andererseits jedoch auch elektronische Elemente, wie Drummachines und Synthesizer und bilden so eine Synthese aus deutschsprachigem Punk und Wave. Den direkten, harten und dreckigen Sound von CHAOS Z erweiterte man durch depressive Punk und Waveeinflüsse im Stil von JOY DIVISION, KILLING JOKE, XMAL DEUTSCHLAND oder BAUHAUS. Bis heute haben sie konsequent ihren eigenen und unvergleichbaren Stil entwickelt. Mit ihrem kompromisslosen Sound haben sich Fliehende Stürme eine absolute Ausnahmestellung in der gesamten Independent- und Undergroundszene, von Punk, Alternativ über Wave bis hin zu Gothic erspielt.
Bis 1995 bestand die Band aus dem Brüderpaar Andreas und Thomas Löhr, die beide noch aus CHAOS Z-Tagen dabei waren. Nach dem Tod Thomas Löhrs (kurz nach den Aufnahmen zu dem Album „Fallen“ – 1995) führte Andreas Löhr Fliehende Stürme im Studio als Soloprojekt und auf der Bühne mit Live-Musikern fort.
Nach dem 2001er Album „Himmel steht still“ verließ Andreas Löhr Deutschland und zog sich nach Portugal zurück, jedoch nicht um seine musikalische Laufbahn zu beenden. So erschienen in regelmäßigen Abständen hervorragende neue Alben und er kehrte auch immer wieder für zahlreiche Konzerte nach Deutschland zurück.
2011: Fliehende Stürme präsentieren ihr neues Album „Warten auf Raketen“, das im Gegensatz zu den Vorgängeralben größtenteils wieder von der kompletten Band eingespielt wurde, die mit Jens Halbauer am Schlagzeug und Uwe Hubatschek am Bass nunmehr wieder zu einem Trio gewachsen ist.
Die Band hat sich wieder mal „neu erfunden“ und dennoch besitzen die Stücke, allesamt aus der Feder von Andreas Löhr, vom ersten Song „Sterne“ an, den absolut typischen Wiedererkennungswert. Soundwände mit manischen Gitarren-Riffs und die unverkennbare Stimme sowie die hämmernden Bass-Linien von Uwe Hubatschek und die treibenden und ausgefeilten Drum-Beats von Jens Halbauer verleihen den Stücken den speziellen Sound. Brachial und wütend aber auch schwebend und melodiös.